Mit dem Blick auf den Spitzingsee beginnt der zweistündige Aufstieg und Wanderung von der Taubenstein Talstation in Richtung Rotwand als Rundweg durch das Mangfallgebirge. Als Münchner Hausberg ist die Rotwand bekannt und beliebt und aus München eine guter Tagesausflug. Der Weg führt hinauf, vorbei ein Kühen, saftigen Almwiesen mit bunter Alpenflora wie die Schachbrette Glockenblume oder das Schusternagerl oder Frühlingsenzian genannt und zahlreichen tollen Aussichtspuntken.

Die Tour an sich ist leicht bis mittelschwer und auch mit größeren Kinder von der Talstation aus zu machen. Hunde als Wegbegleiter sind auch kein Problem, sollten aber an manchen Stellen an der Leine gehalten werden.

Taubenstein auf die Rotwand

Los geht´s ab dem Parkplatz Spinnradl, direkt an der Taubenstein Bahn.

Die Kosten für den Tag belaufen sich auf ca. 5 EUR und können auch direkt mit dem Handy per App bezahlt werden.

Den Aufstieg kann man sich mit der Seilbahn erleichtern und ein großes Stück hochgondeln lassen und die Wanderung ab der Taubenstein Bergstation auf die Rotwand beginnen.

 

Wer die Mühe nicht scheut braucht für den Aufstieg zu Fuß cira 2 Stunden und wird mit viel Abwechslung belohnt, während oben an der der Bergstation die Leute aus der Gondel purzeln, um die letzten Kilometer zu Fuß auf die Rotwand anzutreten und dabei einiges nur von oben betrachten. Manch einem reicht die Taubenstein Bergstation als Ziel und kehrt bereits hier oben ein.

 

Dabei gibt es doch auf der ganzen Wanderung vieles zu entdecken und zu genießen.

Hoch hinaus zwischen Frühlings-Enzian & Fleckvieh

Direkt am Parkplatz geht es gleich steil bergauf. Wenn es Tage davor von oben nass kam, ist der Weg oft rutschig und ist mit vorsicht zu begehen.

Es führen zwei Wege nebeneinader die ersten Meter neben der Seilbahn hinauf zum Gipfelglück. Zwischen Gras und ein paar Trittsetine bahnt man sich den Weg nach oben.

Nach der ersten Steigung geht es durch das Weidetor und von weitem kann man schon die Kuhglocken hören, während ein paar Meter weiter die glückliche Kuh über das saftige grün wandert und ab und an ein neugierigen Blick auf diese seltsamen Gestalten, bepackt mit Rucksack und bunter Kleidung werfen, sich dann weiter ihren Weg bahnen. So kann es auch passieren, dass man ein paar Meter Umweg in Größe einer Kuh nehmen muss, bevor man seine Wanderung fortsetzen kann.

Wenn man den zweiten Anstieg über die Weide genommen hat, trifft man das ein oder andere Fleckvieh auf der Forststraße, die man sich für ein kleines Stück miteinander teilt, während es relativ komod nur leicht nach oben geht.

Auch wenn der Weg zum Taubenstein noch andauert, lohnt sich immer wieder auch einen Blick auch zurückzuwerfen und die Aussicht zu genießen und die, die scheinbar man auf dem Berg und auf der Rotwand auf einen wartet.
Der Weg führt direkt an der an der Taubenstein Bergstation, einem Spielplatz für Kinder und der Restaurant Terasse vorbei weiter hinauf zum nächsten Weitblick. Man kann seinen Blick in alle Himmelsrichtungen schweifen lassen und kann den Wendelstein sehen, einen Blick auf die Region rund um den Spitzingsee und die Münchner Hausberge.

Aber auch einige Blicke nach rechts und links wird man mit bunten und verschiedenen Blumen beglückt.

Alpenblumen

Rechts und links am Wegesrand, blüht es bunt. Von Margariten, Alpenrose und Schusternagerl (Frühlings-Enzian) zeigt die Natur das volle Programm für das Botaniker Herz.

Die Farben reichen von einem warmen rosa Ton, einem dunklen blau bis hin zum leuchtendem orange zwischen saftigem grün der Latschenkiefer.

Latschenkiefernsalbe gegen Gliederschmerzen

Im übrigen, Latschenkiefer ist ein Allround Talent. Ob in der Küche oder auf der Haut, ist das grüne stachelige Gewächs sowohl ein Gaumenschmaus wie auch eine Wunderwaffe gegen Gliederschmerzen.

Das Naturprodukt gegen Gliederschmerzen ist ganz einfach selbstgemacht. Hier geht es zum Rezept und Zubereitung von selbstgemachter Latschenkeifernsalbe.

Zutaten

• 180 ml Mandelöl

• 1 EL zerstoßene Wacholderbeeren

• 60 gr Kiefernharz

• 25 g Bienenwachs

• drei verschieden naturreine Öle (je 6 Tropfen)

Latschenkiefer– , Zirben– und Eukalyptusöl

Salbentiegel

Zubereitung

Das Mandelöl vorsichtigig und langsam in einem Topf erwärmen. Im Anschluss das Kiefernharz sowie die zerstossenen  Wachholderbeeren hineingeben. Das Kiefernharz  muss sich vollständig auflösen. Das Öl sollte aber währendessen nicht zu heiß werden. Über Nacht die Flüssigkeit stehen lassen und am nächsten Tag das Öl durch ein Sieb oder einen Kaffeefilter filten. Nach dem filtern die gesamte Flüssigkeit noch einmal vorsichtig erwärmen. Jetzt das Bienenwachs dazugeben und unter ständigem rühren auflösen. Zum Schluss die drei verschiedenen ätherischen Öle mit jeweils 6 Tropfen dazugeben.

Die selbstgemachte Latschenkiefer Cremehält sich im Kühlschrank mindestnes drei Monate und hilft bei Verspannungen, brennenden Gliedmaßen oder Muskelkatervorbeugend.

Rostblättrige Alpenrose

Vom Taubenstein auf die Rotwand

Nach und nach verstreuen sich die Menschen, die zuvor aus der Taubenstein Gondel rausgeströmt sind und auf dem Weg zum Taubenstein sind.

Ein großer Teil ist bereits an der Bergstation schon an ihrem Zeil angekommen, während andere auf den Gipfel, nur wenige Meter von der Bergstation entfernt, liegt und einige wenige zieht es weiter gen Rotwand.

Rotwand und Rotwandhaus

Wer hier nun eine Stärkung für den Gipfel Aufstieg benötigt, kann ab hier in 15 Minuten im Rotwandhaus eingekehren. Mit ein wenig Wartezeit kann man den legendären Kaiserschmarrn als Energieschub verzerren oder doch lieber zwei Spinatknödl mit brauner Butter. Jedenfalls frisch gestärkt kann man dann die letzten Meter noch einmal zum Gipfel der Rotwand aufsteigen.

Für alle die noch genügend Reserven haben, gehen ab hier direkt zum Anstieg vom Rotwand Gipfel.

Am Wochenende kann es dann an mancher Stelle eng werden, bevor es final zum Gipfelkreuz geht.

Gedenktafel Rotwand Gipfel

Abstieg vom Rotwand Gipfel

Mit meiner Brotzeit im Rucksack kehre ich dem Gipfelkreuz auf der Rotwand den Rücken und steige am Drahsteil, vorbei an der Gedenktafel wieder hinab. Zu viele Menschen tummeln sich gerade dort oben, um sich gemütlich ein freies Plätzchen und Ruhe zu suchen.

Ein Stück weiter haben es sich schon andere Gipfelstürmer für eine Brotzeit, absetz vom Gipfelkreuz gemütlich gemacht, während die Bergdolen immer wieder nach einer Möglichkeit nach einem Stück Brot oder ähnlichem, über den Bergbesucher hinwegfliegen.

Ein gekühltes Bier und eine Apfelschorle locken mich in das Rotwandhaus zur Einkehr.

Abstieg vom Rotwandhaus

Gestärkt und ausgeruht geht es nun zum Abstieg. Vorbei an privaten Almhütten und Kühen, zu denen man sich am liebsten ins duftende Gras dazu legen möchte, so einladend gemütlich sieht es aus.

Eine tolle Tour war es vom Taubenstein auf die Rotwand!

Buchempfehlungen

Wer nun noch noch mehr Alpenluft schnuppern und ein Gipfelstürmer werden möchte, für den habe ich noch ein paar Büchertipps.

 

Ein wunderbares Fotoband mit traumhaften Bildern bietet zum Beispiel das Buch „Naturwunder Bayerischer Alpen“ von Bernd Römmelt.

Taubenstein auf die Rotwand

Dauer und Schwierigkeit:

Der Aufstieg ab der Taubensteinbahn dauert etwa zwei Stunden. Wer mit der Taubensteinbahn hinauffährt, braucht dafür nur 12 Minuten. Ab der Bergstation sind es dann noch ca. eineinhalb Stunden bis zur Rotwand und zur einkehr ins Rotwandhaus. Für den Aufstieg auf den Gipfel sind es ca. 20 Minuten. Das letzte Stück wird über ein kleines Stück Drahseil zum festhalten gesichert. Über die Forststraße geht es in eineinhalb bis zwei Stunden hinunter zum Spitzingsee.

Höhenangaben:

Spitzingsee: 1090 Meter
Taubenstein Bergstation: 1613 Meter
Rotwandhaus: 1737 Meter
Gipfel Rotwand: 1884 Meter

Essen und Trinken:

Wer seinen Gipfelschnaps und Brotzeit vergessen hat, kann die erste Rast im Restaurant an der Taubenstein Bergstation einlesen. Das Rotwandhaus bietet drinnen und draußen leckerem Kaiserschmarrn und Spinatknödl, aber auch ein Bett für den müden Körper an. Voranmeldung allerdings ratsam. Wer eine kleine Brotzeit am Gipfel einnimmt und direkt zum Spitzingsee absteigt, findet dort viele Einkehrmöglichkeiten.

Auch in den Bergen macht Corona nicht halt und es gibt einiges zu beachten. Allerdings  darf seit dem 29.05.2021 alle touristischen Betriebe im Landkreis Miesbach öffnen. Genauere Informationen und den aktuellen Tagesstand gibt es auf der Seite von Tegernsee-Schliersee zum nachlesen.

Geheimtipp

Für den ein oder anderen schon längst ein Ziel, bevor es wieder Richtung München geht. Nach einer anstrengenden Wanderung hat man ein paar zusätzlichen Kalorien durchaus verdient. Ein leckeres hausgemachtes Tortenstück im Café Winklstüberl kommt da gerade passend. Café Winklstüberl, Leitzachtalstraße 68, 83730 Fischbachau

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