Mein letzter Besuch in Berlin ist noch nicht allzu lange her und die Stadt und ich hatten wohl einen schlechten Tag. Zeit sich versöhnlich zu zeigen und der Großstadt noch einmal eine Chance zu geben. Wir planten also einen Mädels Trip nach Berlin. Mit jeder Menge Sekt, Erdbeerlimes und Schokolade im Gepäck für die weite Anreise aus München. Wir fieberten unserem verlängerten Wochenende entgegen und hatte auch jede Menge Pläne für unseren Großstadttrip.

Los geht´s…

Eines ist klar, Berliner schick trifft auf Urbanes. Die Trends findet man in Berlin. Wer in den nächsten Wochen und Monaten die Trends tragen will, setzt sich in ein Café und sieht dem bunten Treiben zu. Jede Seele wird hier fündig und alles ist ein kunterbuntes Sammelsurium. In Berlin trifft jede Schicht aufeinander, egal ob Hipster, Business oder die, die nicht das Geld für eine Wohnung oder anständige Kleidung haben. Aber irgendwie wirkt alles harmonisch und keiner dreht einem den Rücken zu. Hier ist alles normal – zumindest für Berlin.

Berlin ist eine Großstadt. Wer hier nur ein Wochenende verbringt, sollte sich möglichst zentral einquartieren. Wir haben uns für das Motel One am Alexanderplatz entschieden. Klein Zimmer, aber günstig und zentral. Alles was man braucht, liegt vor der Tür. Ein paar wenige Schritte und schon erreicht man die U- und S-Bahn. Aber auch zu Fuß lässt sich Berlin in vielen Ecken erkunden.

Berlin Mitte

Zwischen Regierungsviertel und Tourispot – das ist Berlin Mitte. Im geschäftigen Bezirk Mitte Berlins befinden sich das Brandenburger Tor, der Alexander Platz mit seiner Weltuhr und dem Berliner Fernsehturm, elegante Boulevards wie Unter den Linden, die Museumsinsel und der Hackesche Markt, mit seinen kleinen Läden, großartigen Hinterhöfen und hippen Cafés.

Berlin Parlament

Restaurant Tipp

Gemütlich mit einem Glas Sprizz an der Spree sitzen und auch später am Tag noch frühstücken – das geht im schnuckeligen Zimt & Zucker am Schiffbauerdamm. Leckereien von süß bis deftig gibt es hier und dazu ein freundlicher Service. Am Wochenende und bei schönem Wetter kann es aber schon passieren, dass man auf seinen Platz etwas warten muss. Aber bei der wunderbaren Aussicht auf die Spree, ist die kurze Wartezeit zu verkraften.

Achja, eine Fahrt auf der Spree sollte man auf der To Do Liste für Berlin stehen haben.

Etwas ursprünglicher geht es im Zollpackhof zu. Ein Biergarten direkt an der Spree gelegen, mit bayerischen Flair, Augustiner Bier und passender Kulinarik.

Abends geht es dann in den Mädchenitaliener, in Berlin Mitte. Hier gibt es leckere Nudelgerichte, Anti-Pasti und guten Wein in lockerer Atmosphäre. Nicht mal die vorbeiziehende Demo stört, während drinnen und draußen gegessen und gequatscht wird. „Did is Berlin, wa“. Keiner stört sich daran. Auch nicht, wenn auf einmal Bela B von den Ärzten an der Kasse steht.

Essen im Zimt & Zucker Berlin

Alexanderplatz

Der Berliner sagt nur „Alex“ und meint damit den Alexanderplatz, inmitten von Berlin. Seinen Namen bekam der Platz vom russischen Zaren Alexander.

Am „Alex“ findet man große Kaufhäuser, Restaurants und den Berliner Fernsehturm, der von vielen Viertel Berlins zu sehen ist.

Alexanderplatz Berlin

Brandenburger Tor

Ein Klassiker, der selbstverständlich auf keiner Berlin Tour fehlen darf, ist das Brandenburger Tor.

Das große Sandsteintor im Herzen der Stadt ist ein Touristen Magnet, hier fährt und hält auch der Hop on off Bus, also ein optimaler Fotostopp. Direkt an der Prachtstraße „Unter den Linden“, gleichnamige U-Bahn-Station, befindet sich das Tor und die namenhaften Hotels Adlon und Kempinski, in dem schon der ein oder andere Hollywood Star genächtigt hat.

Brandenburger Tor

Potsdamer Platz in Berlin Mitte

Ein Hauch von Hollywood mitten in Berlin, genauer gesagt am Potsdamer Platz. Inmitten der großen Verkehrsstraße befindet sich der „Boulevard der Stars“ die Sterne von Berlin. Berühmte deutsche Persönlichkeiten haben hier ihren Stern.

Dieses Highlight ist 24 Stunden zu besichtigen und auch bei Nacht zu bestaunen, indem die Sterne angeleuchtet werden. Und wenn man durch die auf die Sterne gerichteten „Ferngläser“ sieht, kann man auch die Fotos der Berühmtheiten sehen.

Boulevard der Stars Potsdamer Platz

Checkpoint Charlie

An der Ecke Friedrichstraße und Zimmerstraße befindet sich der Checkpoint Charlie, der ehemalige Grenzübergang von Ost nach West-Berlin.

Checkpoint Charlie ist der dritte von den Alliierten genutzte Kontrollpunkt Berlins gewesen. Der Name „Charlie“ wurde aus dem internationalen Buchstabieralphabet abgeleitet, so hießen die beiden anderen Kontrollpunkte „Alpha“ und „Bravo“

Auch hier wurden viele Fluchtversuche unternommen, um Ost-Berlin zu verlassen. Die Geschichten dazu findet man in der Open Air Ausstellung an der Ecke Schützen- und Zimmerstraße.

Checkpoint Charlie Berlin

Hackescher Markt

Wer eine kleine Auszeit vom Sightseeing braucht, der fährt einmal mit der U-Bahn zum Hackescher Markt und lässt sich durch die Straßen mit Jugendstil-Fassaden treiben und genießt einen Kaffee in den zahlreichen Kaffees.
 
Auch die Designerin Esther Perbandt hat hier im Viertel eine Boutique und wer Glück hat, trifft sie dort auch persönlich an. Außer sie verlässt gerade ihr Geschäft, um in die Mittagspause zu gehen.

 

Restaurant Tipp

Wer eine kleine Pause braucht, ist hier genau richtig. Im Café Oliv bekommt man eine Stärkung in Form von gesunden Smooties oder auch ein verspätetes Frühstück oder einfach einen Kaffee, auf Wunsch auch „freddo“. Wer draußen sitzt, kann die vorbeiziehenden jungen Kreativen beobachten oder sich einfach inspirieren lassen. Aber auch die Interior lädt zum verweilen ein. Das Café findet ihr in der Münzstraße 8, 10178 Berlin.

East Side Gallery

Freiluft Kunst gibt es an der East Side Gallery in Berlin-Friedrichshain. Mehr als 118 Künstler haben ihre Graffiti-Kunstwerke an der Berliner Mauer verewigt.

Das bekannteste wird wohl das Bild von Dimitri Wrubl sein, als er den „Bruderkuss“ an der Mauer hinterließ. Zu sehen ist Erich Honecker und Leonid Brechnew in küssender Pose. Als Grundlage hierfür diente Wrubl ein Foto des Pressefotografen Regís Bossu, der den Bruderkuss zum 30. Jahrestag der DDR am 07. Oktober 1979 aufnahm. Nach der Rede von Leonid Breschnew besiegelte man den Vertrag mit einer Umarmung zwischen ihm und Erich Honecker, dem damaligen Staatschef der DDR und diesen Kuss. Das Foto von damals ist auch bekannt unter den Namen „Le Baiser“ (Der Kuss).

Die 1.316 Meter lange Open Air Kunstausstellung findet man in der Mühlenstraße zwischen dem Berliner Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke entlang der Spree.

East Side Gallery Berlin

Kreuzberg

Der Stadtteil Kreuzberg ist insbesondere bei jungen Leuten, Kreativen, Künstler und der türkischen Community beliebt.

Hier schlendert man durch bunte Straßen voller Kunstwerke & Street Art an den Häusern, interessante Läden und Leckereien aus dem Orient. Ein Stadtteil bunt und kreativ, das zum Entdecken, verweilen und schmökern einlädt. Nach einem bummel durch Kreuzberg lässt es sich in netten Kaffees, bei einem Chai Tee oder etwas Leckerem zum Essen, die Eindrücke festigen.

Berlin Kreuzberg

Restaurant Tipp

Umami X-Berg, Bergmannstraße 97, 10961 Berlin Stylischer Laden, mit gutem vietnamesischem Essen zu fairen Preisen.

Achja! Ein Besuch ins untere Stockwerk zu den Waschräumen lohnt sich. Das Konzept beginnt vor dem Laden und endet am Wasserhahn.

Läuft man die Bergmannstraße auf und ab, ist für Jeden Geschmack etwas dabei. Am besten hat mir das reichhaltige Angebot für Vegetarier und Veganer in Berlin gefallen. Hier wird also Jeder satt.

Prenzlauer Berg

Ein In-Viertel gerade für Familien ist der Stadtteil Berlins Prenzlauer Berg. Hier leben überwiegend junge Berufstätige und gutverdienende Familien. Der Stadtteil wird geprägt von Spielplätzen, kinderfreundlichen Cafés, Geschäfte für Kinder und Boutiquen. Für die Herren gibt es die KulturBrauerei mit einer riesigen ehemaligen Brauereianlage. Aber auch für die jungen Leute gibt es hier im Viertel Clubs und Restaurants: Auch der Trend Vegan hat hier an vielen Ecken Einzug gehalten.

Zwischen all dem Chick findet man auch immer wieder Street Art. Auffällig hier ist die Kunst von El Bocho.

El Bocho ist ein Straßenkünstler und kein Unbekannte. Mit seinem Künstlernamen hat er sich in verschiedenen Großstädten und weltweit einen Namen gemacht. Er arbeitet mit Leinwand, mit Illustrationen, Posterschablonen, Tape Art und Fotografie. Überwiegend jedoch, findet man seine Werke als Paste-Ups (Plakate). Wer in der Kunstszene unterwegs ist, ist sogar stolz darauf, einen echten El Bocho an seiner Hausfassade zu haben, bestätigt mir der Hausbesitzer hier am Prenzlauer Berg. Der gebürtige Frankfurter wohnt nunmehr in seiner Wahlheimat Berlin.

Little Lucy“ ist einer seine Figuren die man auch hier am Prenzlauer Berg findet.

Wer mehr über den Künstler erfahren will, der kann diesen interessanten Artikel lesen: El Bocho – intervenieren und anregen mit Street Art | URBANPRESENTS

Wie hat Euch die virtuelle Reise nach Berlin gefallen?

Freue mich auf Deinen Kommentar, Eindrücke und Erlebnisse.

„Machets jut“, würde der Berliner sagen!

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