Der Grund dafür warum ich noch zwei Tage in Perth im Hotel* verbringe, ist klein, süß, knuffig und immer gut drauf – die etwa 10.000 Quokka´s auf Rottnest Island.

Warum mich die ganze Zeit die Leute irritiert ansehen, liegt vielleicht daran, das ich beim bearbeiten und schreiben des Blogbeitrags immer in diese knuffigen lächelnde Fellknäule gucke und dabei unglaublich viel grinsen muss. Und ich bin mir ganz sicher, Dir wird es in dem Beitrag gleich genauso gehen. Also los gehts, „Please smile! It´s Quokka time.

 

Rottnest Island

Wie du vielleicht schon mitbekommen hast, war meine gesamte Weltreise sehr kurzfristig und ich bin völlig ohne große Vorbereitung ins Abenteuer gestartet. Das einzige was ich innerhalb einer Woche geplannt und organisiert hatte, waren die Route, die Flüge, meinen internationalen Führerschein,  ein Hotel* bei Ankunft und die Tour auf Rottnest Island. Für mich war klar, wenn ich Western Australia auf meiner Route habe, möchte ich unbedingt die Quokkas in echt erleben. Also ging es schon am zweiten Tag auf Rotto, wie die Aussies die Insel auch nennen.

Die Insel liegt ca. 33 km von Perth bzw. 19 km von Freo (Fremantle) entfernt. Nimmt man die Rottnest Express Fähre ab Perth, Barrack Street dauert die Überfahrt 1 Stunde 45 Minuten. Ein toller Blick auf die Skyline von Perth ist dabei garantiert. Wie es meistens ist, sind die Plätze oben an Deck am beliebtesten. Also wer draußen sitzen möchte, der sollte rechtzeitig an Board gehen um sich einen der begehrten Plätze zu sichern. Aber auch die Plätze drin sind für diejenigen geeignet, die gerne eine Abkühlung durch die Klimaanlage möchten. Und letztlich ist es wie beim Flugzeug auch. Das Ziel ist das selbe. Und im Gegensatz dazu, kann man bequem auf der Fähre umher sparzieren und auch mal nach oben oder nach unten reingehen.

Reiseblog Australien

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Leinen los! Los geht´s. Ich freue mich schon sehr und bin gespannt auf den Tag. Mit einem Blick auf die Skyline von Perth verlässt die Fähre von Rottnest Express den Hafen.

Perth, Australien

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Kurz nach dem ablegen der Fähre werden wir von den Mädels auf dem Schiff begrüßt und erhalten einige Infos zu der Fahrt und zur Insel selbst. Für das leibliche Wohl ist an Board ebenfalls gesorgt und man erhält ein paar Snacks, Kaffee und kühle Drinks.

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Die weiße Gischt zieht im Meer seine Bahnen und Perth und Fremantle erscheinen nur noch winzig am Horizont. Und dann ist es soweit. Die Fähre legt an und die Vorfreude ist jedem anzusehen. Ich mach mich auf den Weg und möchte mich erst einmal umsehen und orientieren. Direkt am Willkommensschild läuft mir doch tatsächlich, während ich ein Bild von der Szenerie mache, ein Quokka über die Füße. Das hat glaube ich nicht nur mich überrascht, sondern den Quokka ebenfalls und verschwand ganz schnell zwischen den Steinen des Ufers.

Die Insel und ihre Bewohner lassen sich unterschiedlich entdecken. Die meisten nehmen hierfür das Fahrrad das man vor Ort mieten oder selber mitnehmen kann. Es besteht Helmpflicht in ganz Australien! Aber auch zu Fuß oder mit den dortigen Bussen lässt sich Rotto erkunden. Hinweisschilder und eine Karte helfen bei der Tour über die Insel.

Rottnest Island

Meine Erkundungstour werde ich zum einem mit dem Bus machen und den Rest laufe ich auf der Insel. Aber bis die Bustour startet, mache ich einen kleinen Sparziergang am Meer. Den Sand unter den Füßen spüren, ein paar Muscheln dabei zusehen, wie sie vom Meer ans Land gespült werden und zugleich wieder hingezogen werden. Wie schön kann so ein Tag am Meer nur sein.

Rottnest Island

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Rottnest Island

Rottnest Island

Rottnest Island

Rottnest Island

Rottnest Island

Rottnest Island

Auf dem Rückweg hole ich mir noch einen Kaffee und mache mich auf den Weg zu meiner organisierten Bustour.

Rottnest Island

Die ersten Quokkas lassen auch nicht lange auf sich warten. Aber leider sitze ich ja im Bus! Wie ärgerlich, aber das lässt sich nun mal gerade nicht ändern. Aber deswegen bin ich im Normalfall kein großer Fan von organisierten Touren. Selbstverständlich haben die auch ihr Gutes, denn nur so erfährt man noch das ein oder andere Wissenswerte.

Erste Station – Leuchtturm. Es heißt, schnell aussteigen, Foto machen und so schnell es geht wieder zurück zum Bus.

Rottnest Island

Rottnest Island

Ich mache mich schnell auf den Weg um Foto zu machen, aber nach dem ersten drücken des Auslösers war es schon um mich geschehen. Denn gleich links neben mir lächelte mich ein Quokka ganz frech von unten an. Da war er, Herr oder Frau Knopfauge, süß lächelnd hat es mich doch gleich ins Quokka Fieber verstetzt. Aber wie kann man nur widerstehen?

Quokka

Unsere Begegnung blieb nicht lange unentdeckt und schon bald strömten noch weitere Besucher  mit Handies und Selfie Stick bewaffnet heran. Aber es wurde sowieso Zeit wieder in den Bus für die Weiterfahrt einzusteigen.

Rottnest Island

Rottnest Island

Auf einen der beliebten Mooringe kurz vor der Insel kann man schon mal 20 Jahre warten.

Rottnest Island

Einer der beliebtesten Strände von australischen Familien, die besonders in den Ferien für einen großen Andrang auf der Insel sorgt. Im übrigen befindet sich Rottenest Island in staatlicher Hand. Es findet sich hier unter anderem ein Polizist und eine Lehrerin für die dort lebenden Angestellten von Rotto.

Rottnest Island

Nach Eineinhalb Stunden ist die informative Fahrt dann zu Ende und ich habe noch genügend Zeit Rottnest Island auf eigene Faust zu erkunden. Also mache ich mich zu Fuß auf den Weg. Etwas ungewöhnlich für mich, denn sonst miete ich mir im Urlaub immer ein Fahrrad um die Stadt oder die Gegend zu erkunden. Aber heute war mir danach.

Wie immer lies ich mich einfach treiben und verließ mich auf meinen Instinkt oder eben auf das, was mich auf meinem Weg begeistert.

Rottnest Island

Rottnest Island

Rottnest Island

Rottnest Island

Rottnest Island

Rottnest Island

Rottnest Island

Unter einem schattigem Plätzchen entdeckte ich diese schüchterne Kerlchen, der wohl mit einem unangemeldeten Besuch eher nicht gerechnet hat. Nun gut, ich will ja nicht unhöflich sein und ziehe mich zurück und setze meine Entdeckungstour fort.

Quokkas

Mein Weg führt durch Spinefex und Sträuchern hindurch. Auf einem sandigen Boden hinauf auf die Hoffnung möglichst keiner Schlange im Weg zu stehen und oben angekommen auf´s Meer blicken zu können.

Wenn man seinen Entdeckungsdrang nachgeht, kann man auch Neues erkunden und der Blick auf die Weite erfüllt sich.

Rottnest Island

Langsam wird es aber Zeit den Rückweg einzuschlagen um die letzte Fähre um 17 Uhr zu bekommen. Aber selbstverständlich nicht ohne ein Abschiedslächeln eines Quokkas.

Quokkas

das Quokkas den Titel „Happiest animal on earth“ tragen?

Das sich sogar berühmte Persönlichkeiten mit diesen kleinen Puscheltiere treffen um mit ihnen Selfies zu machen? An dem Tag, an dem ich auf Rottnest Island war, gab es auch ein Selfie von Chris Hemsworth, der auf der Rotto unterwegs war. Auch die amerikanische Moderation Ellen DeGeneres hat eines dieser Selfies bereits auf ihrem Handy.

Auch National Geographic hat hierzu schon einen Artikel verfasst, den es hier nachzulesen gibt.

Achja, wenn wir schon dabei sind. Von den Aborigines der Noongar wird die Insel „Noongar Wadjemup genannt. Den Namen „Rottnest“ erhielt die Insel von seinem holländischen Entdecker, Kapität Willem de Vlamingh. Als Willem de Vlamingh 1696 die elf Kilometer lange und 4,5 Kilometer breite Insel erkundete, begegnete er den zahlreichen Quokkas und hielt sie dabei für große Ratten.. Die Quokkas sind allerdings alles andere als Ratten, sondern Beuteltiere. Genauer gesagt ein Kurzschwanzkänguru. Aber damit erhielt die Insel den übersetzten Namen „Rattennest“. Aber ihr Entdecker war sich damals schon sicher und beschrieb die Insel als „ein Paradies auf Erden“.

Nach der mythologischen Vorstellung der Aborigines bedeutet der Inselname „Wadjemup“ eigentlich „Place across the water where the spirits are“. Ins deutsche übersetzt heißt dieser Ort „Platz über dem Wasser, wo die überirdischen Wesen sind“.

Und selbstverständlich gibt es für alle Quokka Fans auch Merchandising Artikel.

Quokka

Quokka

Quokka

Quokka

Aber bitte nicht füttern. Das gilt im übrigen für alle wildlebenden Tiere. Es gefährdet die Tiere und Menschen zugleich. Sie können schnell Infektionen bekommen, vertragen das menschliche Essen nicht und können daran sterben. Im schlimmsten Fall, wie vor kurzem auch geschehen, gewöhnen sich an die menschliche Umgebung und das sie dort gefüttert werden, und überschreiten Grenzen, die für Menschen gefährlich werden können.

Leider gibt es auch eine Schattenseite, wenn es um Trends geht oder auch um widerliches Verhalten von so manch einem Menschen. Obwohl die Quokkas auf der Insel in der Regel friedlich leben können, haben sie sich dem Tourismus und den Menschen angepasst. Leider wird ihnen das auch manchmal zu Verhängnis. So versuchten vor einigen Jahren französische Touristen eines der Süßen Fellknäule anzuzünden. In der Vergangenheit spielten man mit diesen zutraulichen Wesen sogenanntes „Quokka-Football“ oder „Quokka-Hockey“. Auch wenn dieses grausige Spiel mittlerweile bestraft und unter Tierquälerei eingestuft ist, finden es einige noch immer lustig und quälen die possierlichen Tierchen teilweise bis zum Tode.

Daran möchte ich gar nicht denken! Lieber erfreue ich mich an das süßeste Lächeln das ich je gesehen habe und hoffe es zaubert noch vielen weiteren Besuchern ein Strahlen ins Herz.

Quokka

Quokka

Na, hab ich Dir zu viel versprochen? Gib zu, Du hast jetzt auch ein breites grinsen im Gesicht und lächelst mit den Quokkas um die Wette. Warum auch nicht!?

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